Gottal, Maximilian/ Nov. 2014/ Arrifana - Algarve

Der Sommer ist vorbei, graue Regentage stehen an, in denen es zu nass und zu kalt ist, als dass Mountainbiken eine attraktive Option wäre. Aber die Powderlatten aus dem Keller hervorzukramen macht aufgrund des akuten Schneemangels auch noch keinen Sinn … Was also tun mit den wenigen noch verbliebenen Urlaubstagen? Unser Rat ist: Schnapp dir dein Board und deinen Neo und fliege für einen kurzen Surftrip an die Algarve.
Die Algarve ist sicherlich die bekannteste Touristenregion Portugals und vor allem in den Sommermonaten bei Sonnenanbetern und Partytigern hoch im Kurs. Vor allem im Frühjahr, Herbst und Winter, hat die Region im Süden Portugals allerdings auch Wellenreitern einiges zu bieten.
Wettertechnisch bist du hier allemal besser dran als zu Hause. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad ist es selbst im Herbst und Winter ganz gut auszuhalten. Wenn dir, mit ein bisschen Glück, die Sonne von einem strahlend blauen Himmel entgegen lacht, kann sich im Windschatten sogar mal Sonnen im Bikini bzw. in der Boardshort ausgehen.
Um einen Neo kommst du in der Regel auch bei noch so viel Sonnenschein aber leider nicht herum. Bei Wassertemperaturen zwischen 15 und 18 Grad bist du mit einem 4/3 er vor allem in den Monaten von November bis Anfang März gut beraten.

 

 

Irgendwo gibt’s immer Wellen

Viel interessanter als das Wetter ist für wellenhungrige Surfer jedoch, dass die Algarve sowohl über eine West- als auch eine Südküste verfügt und daher ziemlich sicher Swell abbekommt. Dank dieser L-Form der Küstenlinie hat die Algarve für Surfer aller Skilllevel den passenden Surfspot zu bieten.
Tendenziell dominieren Swells aus nordwestlicher Richtung, die vor allem die Spots entlang der Westküste zum Laufen bringen. Wenn es hier zu sehr ballert, bietet dir die Südküste eine Vielzahl von Ausweichmöglichkeiten, wobei die Größe der Wellen in der Regel abnimmt, je weiter du dich entlang der Südküste östlich bewegst.
Kommt der Swell mal aus dem Süden, was allerdings nicht so häufig vorkommt, kann es an den Spots der Südküste richtig pumpen. In diesem Fall bieten dann die Breaks entlang der Westküste Richtung Norden weniger heftige Alternativen.
Die Wahrscheinlichkeit, irgendwo in der näheren Umgebung Wellen zu finden, die zum eigenen Skillset passen, ist also echt groß. Wichtig ist nur, dass du mobil bist. Wenn du nicht gleich selbst mit dem Camper anreist, ist ein Mietwagen ein absolutes Muss.

 

 

Homebase Sagres

Für die alltägliche Suche nach dem passenden Surfspot bietet sich Sagres als Homebase bestens an. Das im äußersten Südwesten der Algarve, also zwischen- West- und Südküste gelegene Städtchen, ist aufgrund seiner perfekten Ausgangslage ein europäisches Mekka für alle Surfer. Mindestens 15 Surfspots, sowohl entlang der West- als auch der Südküste, sind von hier aus in maximal 45 Min Fahrtzeit erreichbar.
Je nach Budget und Laune, hast du hier in Sachen Unterkunft die freie Wahl: Ob im luxuriösen Resort, im Wellnesshotel, gemütlich in der kleinen Ferienwohnung oder auch surfzeitmaximierend im Camper auf dem Parkplatz direkt oberhalb des Surfspots – hier ist für jeden Geschmack etwas geboten.
Und auch wenn der Ort in der Nebensaison einen eher verschlafenen Eindruck macht, so hat er neben seinen hervorragenden Breaks, uns hungrigen Surfern in Sachen Essen doch einiges zu bieten: vom Italiener, über Local Food bis hin zu Burger ist hier alles zu bekommen, was ausgehungerte Surferherzen höherschlagen lässt. Unsere unangefochtene Number 1: Das Mum’s … check it out. 🙂

 

 

Good to know / Nice to have:

Mietwagen!!! Denkt bei der Buchung daran, dass das Boardbag wenn nicht ins Auto, zumindest aber auf das Auto passen sollte … Ein Smart ist also eher nix.
Absolut empfehlenswert -> Erfassungsgerät für elektronische Maut beim Mietwagenverleih mitbuchen: Für viele Autobahnen in Portugal wird eine Maut erhoben, die abgerechnet wird. Hierum braucht ihr euch nicht weiter kümmern, wenn ihr ein Erfassungsgerät für die elektronische Maut bereits im Mietauto habt. Die Gebühr wird euch dann einfach von der Kreditkarte abgebucht. In der Regel wird so ein Gerät zu einem geringen Tagessatz vom Mietwagenverleih zur Verfügung gestellt.

– Zwei Spanngurte und zwei alte Handtücher zum Schutz des Autodaches – um euer Boardbag sicher auf dem Autodach fixieren zu können

Kosten Board-Transport: Das Surfersmag hat hierzu diese Übersicht mit Links zu verschiedenen Airlines erstellt: “AIRLINE SURFBOARD FEES: Die Übersicht”

– Sehr günstige „low season rates“ in vielen Unterkünften: In der Nebensaison liegen die Preise vieler Unterkünfte teils 50% unter dem Preis der Hauptsaison!!! -> checkt doch mal, ob das komfortable Hotel mit Sauna, dass ihr euch sonst nicht leisten wollen würdet, nicht ein paar gute Angebote für die Nebensaison parat hat.

Surf-Poncho: Allen zu empfehlen, die beim Umziehen im Wind nicht frieren wollen.

„Portugal Surf Guide“ von António Pedro De Sá Leal und Francisco Cipriana: enthält gute Kurzbeschreibungen zu den wichtigsten Surfspots Portugals

 

Brauchst du mehr Infos, schreib uns. 🙂

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